MdLs Schneider und Clemen befürchten Überakademisierung in Sachsen - StuRa der Uni Leipzig fordert Überarbeitung des Doppelhaushaltes 2014/15

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MdLs Schneider und Clemen befürchten Überakademisierung in Sachsen - StuRa der Uni Leipzig fordert Überarbeitung des Doppelhaushaltes 2014/15

MdLs Schneider und Clemen befürchten Überakademisierung in Sachsen - StuRa der Uni Leipzig fordert Überarbeitung des Doppelhaushaltes 2014/15

Leipzig, 09. Juli 2014. Anlässlich der gestrigen Diskussion mit den Mitgliedern des Landtages (MdLs) Schneider und Clemen (beide CDU) und Rektorin Schücking über die zukünftige Hochschulfinanzierung in Sachsen, fordert der Student_innenRat der Universität Leipzig die sächsische Landesregierung auf, endlich die aktuellen Zahlen und Fakten anzuerkennen und daraus resultierend die Stellenkürzungen im Hochschulbereich zurückzunehmen.

„Herr Schneider und Herr Clemen haben zugegeben, dass die Studierendenzahlen hoch sind und in Zukunft auch nicht sinken werden. Wie passt das mit dem Festhalten an den Stellenkürzungen zusammen? Hier wird versucht, abermals Studierende und die Öffentlichkeit zu täuschen, indem sie von einer ergebnisoffenen Evaluation im Jahr 2015 sprechen. Der Haushaltsplan der sächsischen Landesregierung sieht vor, dass 2015 entschieden wird, an welchen Hochschulstandorten die noch abzubauenden von insgesamt 1042 Stellen abgebaut werden. Die Frage, ob und in welchem Umfang Kürzungen notwendig sind, wird 2015 nicht evaluiert“, so Kai Zaschel, Referent für Hochschulpolitik des StuRa.

Außerdem werden von den MdLs weitere „schmerzhafte Einschnitte“ an der Universität Leipzig damit begründet, dass das Land Sachsen nicht so viele Akademiker_innen brauche. Clemen ist der Meinung, dass wir uns keine „Überakademisierung“ leisten können. Kai Zaschel zeigt sich von solchen Äußerungen schockiert und äußert dazu: „Wir fordern für alle Menschen, die in Sachsen studieren wollen, die Möglichkeit dafür zu erhalten, ohne Zulassungsbeschränkungen, ohne Studiengebühren. Von einer drohenden Überakademisierung in Sachsen zu sprechen und Ängste wie 'Es gibt bald keine Wasserinstallateur_innen, die euch einen Wasseranschluss installieren können' zu schüren, macht mich sprachlos.“

Der StuRa der Universität Leipzig zeigt sich von dem Ergebnis der Diskussion enttäuscht und fordert weiterhin die Überarbeitung des Doppelhaushaltes 2014/15 und außerdem die Zuführung der gesamten frei gewordenen BAföG- Mittel in die Hochschulfinanzierung.

Bei Rückfragen stehen Ihnen Kai Zaschel und Henrik Hofmann, Referenten für Hochschulpolitik des StuRa, mit Freude zur Verfügung: hopo@stura.uni-leipzig.de bzw. 0341/ 97 37 850.

Christiane Hahnsch
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Student_innenRat der Universität Leipzig

10.07.2014
Miriam Pflug
  • Doppelhaushalt
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