Pressemitteilung // Maßnahmenpaket gegen Lehrer_innenmangel

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Pressemitteilung // Maßnahmenpaket gegen Lehrer_innenmangel

Maßnahmenpaket gegen Lehrer_innenmangel – StuRa kommentiert Kabinettsentscheidung

Das Kabinett hat am vergangenen Mittwoch entschieden, in den kommenden zwei Jahren insgesamt 213 Millionen Euro für die Schaffung von 722 neuen Lehrer_innenstellen, eine Seiteneinsteiger_innenqualifizierung und Zulagen für junge und scheidende Lehrkräfte zu schaffen. Der Student_innenRat der Universität Leipzig kritisiert diese Maßnahme als unzureichend.

„Eine Entscheidung für Gehaltszulagen stellt im Vergleich zu einer tariflichen Höhergruppierung keine Verbindlichkeit dar. Es ist vorgesehen, dass Zulagen nur für Junglehrer_innen gezahlt werden, die in Bedarfsregionen eingesetzt werden sollen“, betont Christoph Genzel, Referent für Lehramt des StuRa. Von der besseren Bezahlung wären demnach jene Lehrer_innen ausgeschlossen, die in den Ballungsgebieten ihren Dienst antreten. Dies betrifft in erheblicher Zahl Menschen mit Beeinträchtigung, junge Eltern sowie Jene, die pflegebedürftige Angehörige versorgen müssen.

„Die Studierendenvertretungen mahnen seit Jahren an, dass der Freistaat durch übergreifende Maßnahmen die Attraktivität des Berufsfeldes steigern muss. Stattdessen begnügt man sich mit kurzfristigen Lösungen, die nicht allen Kolleg_innen zugutekommen“, so Genzel weiter. Dass berufserfahrene Lehrer_innen von Gehaltszulagen ausgeschlossen werden, kommt nach Meinung des Lehramtsreferenten einer Diskriminierung gleich. „Diese Leute haben das Schulsystem jahrelang getragen und müssen nun mit ansehen, wie junge Menschen besser vergütet werden, als sie selbst. Das ist schlicht beschämend und ungerecht“, so Genzel abschließend.

Bei Rückfragen steht Ihnen Christoph Genzel, Referent für Lehramt des StuRa, gerne zur Verfügung: lehramt@stura.uni-leipzig.de bzw. 0341/ 97 37 850.

Ulrike Fürstenau

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Student_innenRat der Universität Leipzig

28.10.2016
Ulrike Fuerstenau