Stellungnahme StuRa Uni Leipzig zum Entwurf des Hochschulentwicklungsplan 2025

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Stellungnahme StuRa Uni Leipzig zum Entwurf des Hochschulentwicklungsplan 2025

Pressemitteilung                                                                        

„Kürzungsstopp für acht Jahre, dennoch bleiben Fragen bezüglich Pharmazie Offen“
Stellungnahme des StuRa zum Entwurf des Hochschulentwicklungsplanes 2025

Der Student_innenRat der Universität Leipzig (StuRa) sieht im Grundsatz des Entwurfes zum Hochschulentwicklungsplan 2025 (HEP-2025) einen Erfolg für die Sicherung der sächsischen Hochschullandschaft für die kommenden acht Jahre, da ein Abbau von weiteren 170 bis ca. 220 Stellen bis 2020 an der Universität Leipzig gestoppt werden kann. “Der Schein trügt jedoch. Durch den Wegfall von EU- und Bundesmitteln ohne etwaige Kompensation für die Uni wird diese wohl ab 2020 Einsparungen durchführen müssen. Nur so kann auch die bereits im Koalitionsvertrag angesetzte Zielzahl von 95.000 Studierenden im Jahr 2025 erklärt werden”, so Felix Ramberg, Referent für Hochschulpolitik des StuRa.

Insgesamt sollen 11.000 Studierende zwischen 2020 und 2025 weniger an  sächsischen Hochschulen immatrikuliert sein, für die Universität Leipzig bedeutet das einen Verlust von 3.600 Studierenden. „Das Land erhofft sich dadurch eine Steigerung der Lehrqualität da weniger Studierende in den Veranstaltungen anwesend sind, dies können wir jedoch nicht bestätigen. Durch den Wegfall von Mitteln bleibt der Personalstand gleich. Nur ein Zuwachs von Personal würde die Lehrqualität verbessern“ Ebenfalls sieht es der StuRa kritisch, dass bis 2020 die Studierendenzahl hochgehalten werden soll und der Abbau innerhalb von 5 Jahren geschieht. „Ohne Einführung von noch stringenteren Numerus clausus und vermehrtem ‘Herausprüfen’ sehen wir keine Chance auf Verwirklichung dieser Vorgabe.“

Zwar ist erfreulich, dass der HEP den Standort der Pharmazie in Leipzig bestätigt, nur die Bedingungen sind noch unklar. „Eine angedachte Zusammenlegung mit dem Standort Halle würde ein Megainstitut schaffen, es gibt hier noch viele offene Fragen. Es muss sichergestellt werden, dass den Studierenden keine Nachteile entstehen durch das angedachte Pendeln sowie beim BAföG Empfang. Ebenso muss die hohe Lehrqualität gesichert bleiben“

Der StuRa zeigt sich dennoch erfreut über die angedachte Stärkung des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsen sowie der Auffassung von Hochschule als wichtige gesellschaftliche Akteurin. “Der Entwurf zeigt immer wieder eine wirtschaftlich ausgeprägte Ausrichtung auf. Wir lehnen auch weiterhin eine voranschreitende Ökonomisierung von Hochschulen ab. Bildung ist der Motor für eine zukunftsfähige Gesellschaft und sollte ein Leben lang möglich sein” so Ramberg abschließend.

Bei Rückfragen steht Ihnen Felix Ramberg Referent für Hochschulpolitik des StuRa, gerne zur Verfügung: hopo@stura.uni-leipzig.de bzw. 0341/ 97 37 850.

03.06.2016
Ulrike Fuerstenau