Was ändert sich für mich beim BAföG ab Herbst?

Was ändert sich für mich beim BAföG ab Herbst?

Das neue BAföG 2016 – mehr Geld für mehr Studierende*

Zum Wintersemester 2016/17 wird es infolge des 25. BAföG-Änderungsgesetzes einige Verbesserungen beim BAföG geben: Der BAföG-Höchstsatz erhöht sich auf monatlich bis zu 735 € und die Freibeträge werden um 7% angehoben, d. h. das Einkommen der Eltern wird erst ab einer höheren Summe berücksichtigt. Dadurch verbessern sich auch bei mittleren Einkommen die Chancen auf Förderung deutlich. Es lohnt sich deshalb nicht nur für Studienanfänger, sondern auch für Bestandsstudierende, zeitnah einen BAföG-Antrag zu stellen.  Die folgenden Informationen geben einen Überblick über die Änderungen zugunsten der Studierenden  *1. Anhebung der BAföG-Bedarfssätze um 7 %*  Höhere BAföG-Bedarfssätze für Studierende BAföG-Bedarfssatz für Studierende in Deutschland bzw. innerhalb der EU außerhalb wohnend bei Eltern wohnend aktuell ab Herbst 2016.

BAföG-Bedarfssatz für Studierende

 

in Deutschland bzw. innerhalb der EU

außerhalb wohnend

bei Eltern wohnend

aktuell

ab Herbst 2016

aktuell

ab Herbst 2016

Grundbedarf

373 Euro

399 Euro

373 Euro

399 Euro

Bedarf für die Unterkunft

224 Euro

250 Euro

49 Euro

52 Euro

Regelbedarf

597 Euro

649 Euro

422 Euro

451 Euro

Durchlaufende Posten:

 

 

 

 

Krankenversicherungszuschlag

62 Euro

71 Euro

62 Euro

71 Euro

Pflegeversicherungszuschlag

11 Euro

15 Euro

11 Euro

15 Euro

Maximalförderung

670 Euro

735 Euro

495 Euro

537 Euro

  Ausbildungsbezogener Kinderbetreuungszuschlag (Pauschale): 113 Euro für das 1. Kind, 85 Euro für jedes weitere Kind -> einheitliche 130 Euro für jedes Kind  *2. Anhebung der BAföG-Freibeträge um 7 %*  *a) Freibeträge vom Einkommen der Eltern/Ehegatten/Lebenspartner (§ 25 BAföG)*

 

aktuell

ab Herbst 2016

Vom Einkommen miteinander verheirateter Eltern

1.605 Euro

1.715 Euro

Vom Einkommen jedes Elternteils in sonstigen Fällen/vom Einkommen des Ehegatten/Lebenspartners des Auszubildenden

1.070 Euro

1.145 Euro

für den nicht in Eltern-Kind-Beziehung zum Auszubildenden stehenden Ehegatten/Lebenspartners des Einkommensbeziehers

535 Euro

570 Euro

für jedes weitere Kind  

485 Euro

520 Euro

   * zusammen mit der Werbungskostenpauschale und der Sozialpauschale ändert sich die Höhe der BAföG-Förderung nicht, wenn das eigene Einkommen des Auszubildenden umgerechnet auf den Monat 450 Euro nicht übersteigt. *Damit wird ein 450 Euro Minijob möglich*, ohne dass die BAföG-Förderung beeinträchtigt wird.  *c) Freibeträge vom Vermögen des Auszubildenden (§ 29 BAföG)* 

 

aktuell

ab Herbst 2016

für den Auszubildenden selbst

255 Euro

290 Euro*

für den Ehegatten/Lebenspartner des Auszubildenden

535 Euro

570 Euro

für jedes Kind des Auszubildenden

485 Euro

520 Euro

* zusammen mit der Werbungskostenpauschale und der Sozialpauschale ändert sich die Höhe der BAföG-Förderung nicht, wenn das eigene Einkommen des Auszubildenden umgerechnet auf den Monat 450 Euro nicht übersteigt. Damit wird ein 450 Euro Minijob möglich, ohne dass die BAföG-Förderung beeinträchtigt wird.

 

Fallbeispiele BAföG: 

http://stura.uni-leipzig.de/doc/fallbeispiele-bafoeg

Faltblatt BAföG:

http://stura.uni-leipzig.de/doc/faltblatt-bafoeg2016

 

 
15.06.2016 - 17:50

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