Soziale und Ökonomische Utopien

Soziale und Ökonomische Utopien

Di, 1. November 2016, 19:00 bis 21:00
Wo? Hörsaalgebäude Hörsaal 10 Universitätsstr. 1 04109 Leipzig

Allgemeiner Ankündigungstext:
WHERE IS AN ALTERNATIVE?
Wege in eine bedürfnisorientierte Ökonomie
Veranstaltungsreihe der Gruppe the future is unwritten in Kooperation mit des StuRa (Referate Ökologie und Soziales) der Universität Leipzig.

 

Die globalen Probleme sind enorm: Kriege, periodisch wiederkehrende Weltwirtschaftskrisen,
massive Emigration von Geflüchteten, gravierende Umweltverschmutzung, erschütternde Armut aufder einen Seite bei unermesslichem Reichtum auf der anderen.
Und selbst wenn es den Menschen in Mitteleuropa im globalen Vergleich noch relativ gut geht, istes auch für die meisten von uns wieder zunehmend schwer zu leben: steigende Mieten, schlecht bezahlte Jobs, schlechte Arbeitsbedingungen, Kürzungen der Sozialleistungen.

 

All dies lässt bei vielen Menschen das Gefühl aufkommen: Irgendetwas stimmt nicht an der
bestehenden Gesellschaft - weil sie Mensch & Natur zerstört, während nur wenige profitieren.
Wir sind der Meinung, dass die Art und Weise, wie die Menschen Produktion organisieren - die
kapitalistische Produktionsweise - für diese Probleme verantwortlich ist. In ihr, so scheint es,
beherrscht die – von uns selbst hervorgebrachte – Wirtschaft uns, anstatt dass wir sie zu unserem
Nutzen einsetzen. In ihr ist grundsätzlich angelegt, dass nur wenige gewinnen können, obwohl ihre Grundlage die Arbeit vieler ist. In ihr ist die Profitmaximierung der Zweck des Wirtschaftens, doch sollte dieser Zweck nicht die Bedürfnisbefriedigung aller Gesellschaftsmitglieder sein? Wir sind der Meinung, dass wir eine fundamentale Umwälzung der gesellschaftlichen Produktionsweise brauchen – d.h. Vergesellschaftung der Produktionsmittel und bewusste Planung ökonomischer Prozesse. Aber wir wollen in keinem Fall eine neue Sowjetunion oder DDR, noch hinter die technischen und gesellschaftlichen Errungenschaften des Kapitalismus zurückfallen. Im Gegenteil: mittels einer bedürfnisorientierten Produktionsweise sollen solche Errungenschaften bloß allen Gesellschaftsmitgliedern zugutekommen. Das heißt, dass die Menschen nicht gleichgemacht werden sollen, sondern gleich frei sein sollen. Doch wenn wir uns wirklich von den ''Ländern des real existierenden Sozialismus'' abgrenzen wollen, müssen wir uns fragen, wie so eine bedürfnisorientierte Produktionsweise überhaupt aussehen soll.

Denn wie genau könnte Ökonomie überhaupt ein bewusst geplanter und außerdem gut funktionierender gesellschaftlicher Prozess werden, der individuelle Freiheit ermöglicht?
In unserer Veranstaltungsreihe möchten wir dieser Frage nachgehen und mit euch darüber
diskutieren, sowie einen Blick auf bereits formulierte Konzepte in der Geschichte werfen. Denn
dies könnte wirkliche Lösungsansätze für eine Besserung der globalen als auch der eigenen
Lebenssituation hervorbringen.

 

Dienstag, 01.11., 19 Uhr, Hörsaal: 10
Einführung in die Veranstaltungsreihe & Grundprinzipien Kommunistischer Produktion und Verteilung – Gruppe Internationale Kommunisten Hollands [AK Kommunismus der Gruppe the future is unwritten]

Dienstag, 08.11., 19 Uhr, Hörsaal: 10
Vom Sozialismus zur Wirtschaftsdemokratie – Die ArbeiterInnenbewegung und ihre Forderung
nach einer Demokratisierung der Produktion [Ralf Hoffrogge]

Dienstag, 15.11., 19 Uhr, Hörsaal: 10
Commonismus – selbstorganisiert und bedürfnisorientiert produzieren [Christian Siefkes]

Dienstag, 22.11., 19 Uhr, Hörsaal: 10
Commonismus statt Kommunismus? - Über ein Konzept libertärer Ökonomie ohne Ausbeutung und Herrschaft - Vorstellung und Kritik [Rüdiger Mats]