Freistaat Sachsen setzt falsche Prioritäten bei Hochschulfinanzierung

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Freistaat Sachsen setzt falsche Prioritäten bei Hochschulfinanzierung

Freistaat Sachsen setzt falsche Prioritäten bei Hochschulfinanzierung

Leipzig, 05. Juni 2014. Die sächsische Hochschullandschaft wurde in den letzten Jahren und wird weiterhin kaputt gespart. Die private Handelshochschule Leipzig (HHL) erfreut sich dagegen über Zuwendungen vom Freistaat, die insgesamt über 1 Mio. Euro betragen sowie ein zinsloses Darlehen über 12,8 Mio. Euro. Die Zuschüsse hätten laut sächsischem Rechnungshof nicht bzw. nicht in dieser Höhe gewährt werden dürfen.

„Die Zuwendungen waren an die Bedingung geknüpft, dass die Kooperation mit der Uni Leipzig ausgebaut werden sollte. Kooperation bedeutet nicht, eine neue Innenausstattung für die HHL zu besorgen. Es ist schon paradox, dass eine private Hochschule, die dem Credo des freien Marktes folgt, es nach zehn Jahren nicht schafft, einen positiven Haushalt vorzulegen – besonders wenn es  um eine Handelshochschule geht. Nach der Logik des freien Marktes wäre die HHL schon längst bankrottgegangen. Im Gegensatz zu staatlichen Hochschulen, bei denen die Vergütung fest gestaffelt ist, leistet sich die Geschäftsführung der HHL eine vergleichsweise hohe Vergütung. Dies trägt bei defizitärer Haushaltslage schon den Anschein der Selbstbereicherung oder kann mit hohen Boni maroder Banken verglichen werden“, erklärt Henrik Hofmann, Referent für Hochschulpolitik des Student_innenRats der Universität Leipzig (StuRa).

Bei Rückfragen stehen Ihnen Kai Zaschel und Henrik Hofmann, Referenten  für Hochschulpolitik des StuRa, gerne zur Verfügung: hopo@stura.uni-leipzig.de bzw. 0341/ 97 37 850.

Christiane Hahnsch                                                                  
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Student_innenRat der Universität Leipzig

05.06.2014
Miriam Pflug
  • Hochschulfinanzierung
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