Zentrale Forderungen der Studierenden im Koalitionsvertrag nicht erfüllt!

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Zentrale Forderungen der Studierenden im Koalitionsvertrag nicht erfüllt!

Pressemitteilung:

Zentrale Forderungen der Studierenden nicht erfüllt!

Student_innenRat der Universität Leipzig kritisiert Koalitionsvertrag // Der Koalitionsvertrag bleibt weit hinter den Forderungen des Bündnis „Kürzer geht’s nicht“ zurück!

Leipzig, 24. Oktober 2014. Gestern haben SPD und CDU den vorläufigen sächsischen Koalitionsvertrag vorgestellt. Der Student_innenRat der Universität Leipzig prangert an, dass sich nicht zu einer Rücknahme des gesamten Stellenabbaus durchgerungen wurde.

„Es ist schön, dass die Zuschüsse für die Studierendenwerke erhöht werden sollen. Leider steht in den Sternen auf welches Niveau dies geschieht. Aus diesem Grund fordern wir die Verdopplung des Zuschusses an die Studierendenwerke auf mindestens 11,8 Millionen Euro jährlich. Nur mit dieser Summe kann verhindert werden, dass in den kommenden Jahren die Semesterbeiträge angehoben werden.“, erklärt Kai Zaschel, Referent für Hochschulpolitik des Student_innenRat (StuRa) der Universität Leipzig.

Kai Zaschel führt fort: „Die zentrale Forderung, nach der Rücknahme der Stellenkürzungen wurde nicht komplett erfüllt. Es ist schön, dass der Kürzungswahn ab 2017 in Sicht ist, aber bis dahin wird weiterhin gekürzt. Einige Institute an der Universität Leipzig, sowie die dazu gehörigen Studiengänge, sind nach wie vor von Schließungen bedroht. Diese Beschneidung ist und bleibt für uns inakzeptabel!.“

Bei ca. 113.000 Studierenden in Sachsen und steigender Nachfrage, bedauert der StuRa, dass die zukünftige Landesregierung die Studierendenzahl langfristig auf 95.000 senkt. Bereits die  Schätzungen über den Rückgang der Studierendenzahlen aus den letzten Jahren trafen nicht zu.

„Außerdem ist nicht zu erkennen, dass sich die Koalitionspartei klar gegen Studiengebühren positionieren. „Wir stehen weiterhin für ein gebührenfreies Studium ein.“ bedeutet nicht, dass die Möglichkeit von Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer zurück genommen wird. Es ist gut, dass der Zugang zu Bildung weiterhin kostenfrei bleiben soll. Nur damit ist der Verbleib im Studium nicht eingeschlossen. Deshalb fordern wir weiterhin die Rücknahme der Langzeitstudiengebühren.“, sagt Kai Zaschel.

Bei Rückfragen stehen Ihnen Kai Zaschel und Henrik Hofmann, Referenten für Hochschulpolitik des StuRa, mit Freude zur Verfügung: hopo@stura.uni-leipzig.de bzw. 0341/ 97 37 850.

24.10.2014
Miriam Pflug