Ausstellungseröffnung "Berlin unter'm Regenbogen" - Auftrakt der diesjährigen CSD-Tage in Leipzig

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Ausstellungseröffnung "Berlin unter'm Regenbogen" - Auftrakt der diesjährigen CSD-Tage in Leipzig

Ausstellungseröffnung "Berlin unter'm Regenbogen" - Auftrakt der diesjährigen CSD-Tage in Leipzig

Internationaler Christopher Street Day wird auch in Leipzig gefeiert // Berliner Wanderausstellung als Auftaktveranstaltung der Demonstrationswoche // Homosexuellenrechte und Situation derer im Nationalsozialismus großes Thema

Leipzig, 10. Juli 2013. Auch in diesem Jahr findet in Leipzig wieder der Christopher Street Day (CSD) statt. Der internationale Feier- und Demonstrationstag kämpft für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern und erstreckt sich in diesem Jahr auf eine ganze Woche vom 12. Bis 20. Juli. Am Freitag, dem 12. Juli wird es dazu auf dem Uni-Campus (Hörsaalgebäude 2. Stock) ab 18 Uhr eine offizielle CSD-Wochen-Auftaktveranstaltung geben. Diese steht ganz typisch unter dem Motto der Regenbogenfarben. Die Ausstellung thematisiert die Entwicklung der Rechte für Homosexuelle, deren Wiege sich in Berlin befindet. Darüber hinaus wird durch Daten, Zahlen und Fakten die damalige Lage veranschaulicht und deren außerordentliche Rolle für unsere derzeitige Situation erläutert. Wer schon immer wissen wollte, wofür die Farben auf der Regenbogenfahne stehen oder wann die erste Regenbogenfahne von einem Rathaus herab wehte, den wird diese Ausstellung in ihren Bann ziehen. Dabei schreckt der Künstler auch nicht vor älterer Geschichte zurück und führt den Besucher auf eine Zeitreise in die Jahre des Nationalsozialismus und dessen Umgang mit der Homosexualität.

Die Wanderausstellung wurde einst ausschließlich für den Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg konzipiert und bietet einen Querschnitt durch die verschiedenen politischen Themen in der Arbeit des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg. Dazu zählen nicht nur klassische Themen, wie die Bemühungen um eine Öffnung der Ehe, sondern auch das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus sowie das Schöneberger Lesbisch-Schwule Parkfest. Erstmals vorgestellt wurde die Ausstellung im Rahmen der Fachtagung "Vielfalt für Fortgeschrittene" im Rathaus Schöneberg, die sich unter anderem mit Themen wie Alltagsrassismus, Sexualpädagogik oder Mobbing beschäftigte.

Die Veranstaltung wird durch den LSVD Sachsen, den linXXnet e.V. und der linksjugend Leipzig in Kooperation mit dem Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des Student_innenrates (StuRa) der Universität Leipzig, organisiert. „Wir begrüßen diese Ausstellung sehr. Um die Zukunft zu gestalten, sollte man immer mal einen Blick in die Vergangenheit werfen. Viele Menschen heutzutage können sich kaum noch an die ersten Schritte der Homosexuellenrechte in Deutschland erinnern. Unsere Aufgabe ist es, dies wieder in die Gedanken der Menschen zu rufen. Dabei ist es spannend, aus welch sowohl mutigen als auch schrecklichen Erfahrungen die homosexuelle Szene herausgewachsen ist. Dies soll aber nicht das Ende unserer emanzipatorischen Reise sein, sondern verdeutlicht, wie viel noch vor uns steht und gemacht werden muss“, so Mert Berk, Referent für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des StuRa der Uni Leipzig.

Bei Rückfragen steht Ihnen Mert Berk, Referent für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des StuRa, gerne zur Verfügung: rgl@stura.uni-leipzig.de bzw. 0341/ 97 37 861.

Christiane Hahnsch

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Student_innenRat der Universität Leipzig

2013/11/18
Miriam Pflug
  • CSD
  • 2013