Broschüre: Rassismus, Sexismus, Transfeindlichkeit und kulturelle Aneignung im Fasching

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Broschüre: Rassismus, Sexismus, Transfeindlichkeit und kulturelle Aneignung im Fasching

Im Plenum des Student_innenRats der Uni Leipzig kam in den letzten Monaten Kritik an studentischen Faschingsveranstaltungen auf, bei denen rassistische, sexistische und transfeindliche Kostüme gang und gäbe sind. Vor diesem Hintergrund entstand die Forderung, dass Faschingsveranstaltungen keine finanzielle oder ideelle Unterstützung vom StuRa mehr bekommen sollen. Doch warum ist ein „Indianerkostüm“ rassistisch? Was ist mit kultureller Aneignung gemeint? Welche Geschlechterrollen werden durch gängige Kostüme für Männer und Frauen verfestigt? Und in welchen Fällen ist es problematisch, wenn sich Männer als Frauen verkleiden?

Um die Kritik an bestimmten Verkleidungen verständlicher zu machen, haben wir diese kleine Broschüre zusammen gestellt, in der verschiedene deutsch- und englischsprachige Artikel zum Thema gesammelt sind. Da einige Artikel aus den USA kommen, ist dort von Halloween-Kostümen die Rede, weil es dort eine ausgeprägte Verkleidungskultur zu Halloween gibt – die Problematik diskriminierender Kostüme ist aber dieselbe.

Für viele ist diese Kritik vielleicht neu und auf den ersten Blick unverständlich – besonders für diejenigen, die sich von solchen Kostümen persönlich nicht angegriffen fühlen müssen. Aber gerade deshalb ist es wichtig, sich mit der Kritik auseinander zu setzen. Wir hoffen, dass diese Broschüre dazu beiträgt, die Diskussion mit mehr Verständnis für die Problematik zu führen.

Es geht nicht darum, dass wir irgendwem den Spaß am Fasching „verderben“ wollen – vielmehr geht es darum, dass alle am Spaß teilhaben können!

2016/04/07
Jorin Hinrichs
  • fasching
  • karneval
  • rassismus