Was wäre wenn...

Prolog

In dieser Rubrik wollen wir eine fiktive Geschichte eines fernen Paralleluniversums erzählen. Was wäre wenn es einen Fachschaftsrat nicht geben würde? Wie würde das studentische Leben aussehen? Welchen Einfluss können studentische Vertreter auf das Studienleben eines jeden Einzelnen haben?

 

Es war einmal....

Buch

Tom ist Erstsemestler. Voller Tatendrang sieht er seinem künftigen Hochschulleben an der Uni Leipzig entgegen. Er besitzt ein Smartphone und hat sogar einen Facebook Account, obwohl seine Eltern ihn davor gewarnt haben. Tom ist halt ein Rebell. Das erste Mal vom Elternhaus weg, kann er es kaum erwarten sich in den Uni-Alltag zu stürzen. Doch was heißt das eigentlich: „Uni-Alltag“. Für Tom ist das Internet kein ‚Neuland‘ und so zückt er sein Smartphone…

Tom hat keinen Plan

Währenddessen ist Tom auf WG Suche, denn so wohnt man nun mal als Student. „Gar nicht mal so einfach eine freie WG zu finden“, denkt sich Tom. Irgendwie sind alle prospektiven WG-Mitglieder, bei dem er ‚Vorsprechen‘ war so anders als in seinem Heimatort. In vielen Wohnungen riecht es zudem streng nach altertümlichen Seemannstau. „Bootssport muss ‚In‘ sein in Leipzig, das werd ich mal ausprobieren". Doch wie kommt er am günstigsten an diesen Sport heran. Leider hat Tom keine Fachschaft, die Ihn darauf aufmerksam macht, dass das ‚Zentrum für Hochschulsport‘ super viele und günstige Angebote für Sportbegeisterte hat. Also muss Tom zu Hause weiter Ball-gegen-die-Wand spielen...
Da war es wieder, das Wort… ‚Zu Hause‘. Mit den Wohngemeinschaften will es nicht klappen. Es wird dunkel draußen. Tom verbringt seine erste Nacht im Freien, zum Glück ist es ein milder Herbst. Als er am nächsten Tag durch die Stadt schlendert sieht er ein Flyer von ‚Studentenwerk Leipzig‘ mit freien Studentenwohnheimen! „Hätte ich den mal eher gefunden“, denkt er sich. Tja Tom, wärst du mal auf die Internetseite deiner Fachschaft gegangen. Dort hättest du unter der ‚Links‘-Sektion sofort das Studentenwerk gefunden, aber so eine Nacht im Freien hat ja auch etwas für einen angehenden Biologen. 

Luisa on fire

Sushi und Nutellaschnitzel

Luisa ist schon voll im Uni-Alltag angekommen und als ‚alter Hase‘ im dritten Semester mit Nichts mehr zu schocken. Wohnungssuche zum Beginn ihres Studiums – check. Vorlesung besucht – check. Seminar abgesessen – check. Im Praktikum die Haare versengt – check. An einer Demonstration teilgenommen – check. BAföG eingeheimst – check. Für Sie - Alles kein Problem. Organisation ist halt alles.

Luisa kennt sich aus

Zelt im Freien

Luisa beim Träumen

Luisa sitzt derweil genervt im Seminar und muss sich die Vorträge ihrer Kommilitonen anhören, dabei könnte sie doch jetzt ganz entspannt Christian per Instagram stalken. Aber es hilft ja nichts, es herrscht Anwesenheitspflicht, … sagt zumindest der Professor. Prüfungsordnungen lesen ist für Luisa, wie IKEA-Anleitungen zu studieren. Wo ist nur die Fachschaft, die Luisa sagt, dass laut eben dieser Prüfungsordnung eine Anwesenheitspflicht in Seminaren nicht erzwungen werden kann, dann hätte Christian jetzt mindestens ein Kommi mehr zu seinen 13.000ten Selfi. Luisa’s Kommilitonen schätzen jedoch Ihre Anwesenheit und Ihr niederschmetterndes Feedback zu ihren Vorträgen. Kommilitonen bloßstellen – check.
Das Seminar ist überstanden, nun aber schnell ins Praktikum und die chemischen Apparaturen aufgebaut und die Versuche durchgeprügelt, heute um 19.00 Uhr ist schließlich Happy-Hour im Pub um die Ecke. Leider hat Luisa in der Hektik die offene Brennerflamme vergessen, als sie sich zu ihrem Rucksack runterbeugte um das Nuss-Nougat Schnitzel herauszuholen. Da fängt ihr Polyesterkittel Flammen. Schleunigst das Nutella-Schnitzel in die Ecke geworfen und unter die Labordusche gerannt. Unfall im Labor – check. Warum hat sich Luisa nur diesen ungeeigneten und zudem 36€ teuren Kittel gekauft. Anscheinend gab es keine Fachschaft, die sie auf gefährliches Kittel-Material aufmerksam gemacht hat und ihr einen entsprechenden, kostengünstigen Kittel verkaufen konnte. Die Unfallaufnahme und -Dokumentation dauert an. Die Happy-Hour ist passé. Frisch in Flammen und Geduscht wäre heute Abend eh niemand mehr abzuschleppen gewesen.

To be continued...