Gesprächskreise zu Problemorientierung & zu Solidarität

Herzliche Einladung

Gesprächskreise zu Problemorientierung & zu Solidarität

Am Donnerstag, 24.11., spricht Markus Tiedemann (Dresden) über Problemorientierung an Schulen, am Freitag, 25.11., beleuchten Prof. Dr. Thomas Kater und Gustav Beyer das Problem von Solidarität.

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Gesprächskreis Ethik, Philosophie und Schule
Gesprächskreis Ethik, Philosophie und Schule

In der nächsten Woche finden an unserem Institut zwei Gesprächskreise statt, die Kernprobleme unseres Philosophie- und Ethik-Unterrichts angreifen und zur Diskussion stellen. Wir bitten um vorherige Anmeldung per E-Mail an geps@uni-leipzig.de.

Donnerstag, 24.11.2016 / 19-21 Uhr / GWZ, Raum 2.116
Problemorientierung
Soll und darf im Ethikunterricht alles gesagt werden?

Unser Gast Prof. Dr. Markus Tiedemann (Fachdidaktik Ethik TU Dresden) betont, dass der Ansatz der Problemorientierung das philosophische Niveau im Ethikunterricht sichere, und die Verwendung des „Kaffeefiltermodells“ zur Herausarbeitung der Frage- und Problemstellung dienen kann. Es müssten im Ethikunterricht alle (vorläufigen) Gedanken der Schüler und Schülerinnen zur Sprache kommen können. Auch müsse es möglich sein, einen Arbeit, welche eine Auffassung widerspiegelt, welche die Mehrheit der Menschen nicht befürwortet, mit „1-, du Scheusal!“ zu bewerten. Viele Studierende und Lehrkräfte befürworten Herrn Tiedemanns Gedanken, haben aber Bedenken oder sehen Schwierigkeiten und Gefahren, den Ethikunterricht für jedwede Befindlichkeit zu öffnen. Daher wird es hoffentlich erkenntnisbringend, gemeinsam über den didaktischen Ansatz ins Gespräch zu kommen.
Neben einer Vorstellung des Problemorientierungsansatzes und des Modells wollen wir vor allem diskutieren, ob der Ethikunterricht tatsächlich offen für jeden Gedanken sein muss, ob und wie Lehrkräfte mit extremistischen und menschenverachtenden Gedankengut umgehen können und sollen, wie dann die Anforderung, einen verfassungsgemäßen Unterricht  durchzuführen, aufrechterhalten werden kann. Die Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, ihrer Fragen und Schwierigkeiten einzubringen.

... und ...

Freitag, 25.11.2016 / 15-17 Uhr / GWZ, Raum 2.116
Gerechtigkeit und Solidarität in der Schule
Kann Solidarität vermittelt werden?

Ein Beitrag von Prof. Dr. Thomas Kater und Gustav Beyer (beide Universität Leipzig): Mit dem Begriff der Solidarität können alle etwas anfangen – doch meinen alle auch dasselbe? Wie groß ist der Graben zwischen „sich wirklich solidarisch zeigen“ – und bloßer Hilfsbereitschaft? Mitleid? Der Beruhigung des eigenen schlechten Gewissens? Im Schulkosmos treffen viele Menschen unterschiedlicher Voraussetzungen, Ansprüche und Interessen aufeinander. Lehrer*innen sind, so könnte man meinen, Wächter der Gerechtigkeit: Sie schaffen Bildungsvoraussetzungen und fordern Fleiß und Partizipation, stellen mit Sanktionen Gleichgewicht zwischen Konfliktparteien her und sind im Alltag konfrontiert mit Privilegierten, Benachteiligten und Chancenlosen.
Ist es wichtig, eine gerechte, und im nächsten Schritt eine solidarische Gemeinschaft zu bilden? Wie kann das funktionieren? Muss eine Schul-/Klassengemeinschaft überhaupt „solidarisch“ sein? Was bedeutet das für die Beteiligten?
Prof. Dr. Thomas Kater und Gustav Beyer beleuchten in diesem Gesprächskreis zwei Ebenen: zum einen die Bedingungen für Solidarität und zum anderen Chancen der Vermittlung ausgehend von solidarischen oder auch antisolidarischen Zusammenhängen. Wie Lehrer*innen dem Themenkomplex begegnen können, soll in einer offenen Gesprächsrunde umfassend diskutiert werden.

Wir bitten um vorherige Anmeldung per E-Mail an geps@uni-leipzig.de.

 
17.11.2016 - 16:21
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