Mein Start ins Soziologie-Studium

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Mein Start ins Soziologie-Studium

Endlich Erstsemester. Helena Schmidt begann ihr Studium der Soziologie im Winter 2014. Sie erzählt, wie sie die Einführungswoche und den Unistart erlebt hat.

Es ist der 6. Oktober – endlich geht’s los! Die Gedanken der letzten Wochen drehten sich alle um den Studienbeginn. Jetzt ist es soweit. Dank der Facebookgruppe der Soziologen-Erstis an der Uni Leipzig wusste ich schon grob was mich erwartet. Die Woche startete mit einem allgemeinen Vortrag für alle Studienanfänger im Audimax – ein ziemlich beeindruckender Raum, wenn man neu an der Uni ist. Uns wurde erzählt, wie man sich richtig in die Module einschreibt, wie man die PCs benutzt, wie man sich in den Bibliotheken richtig verhält und vieles mehr. Auch wenn man sich wirklich nicht alles auf einmal merken konnte, fühlte ich mich danach etwas vorbereiteter auf das Studentenleben!

Jede Menge Theorien, Methoden und Statistik

Am Nachmittag besuchte ich weitere Vorträge. Zum Beispiel zum Auslandsaufenthalt während des Studiums und wie man „Psychisch fit durchs Studium“ kommt. Abends gab es dann die Einführung für die Soziologen. Spätestens als Frau Metze es zum vierten Mal wiederholte, war auch mir klar, dass mich von nun an jede Menge Theorien, Methoden und Statistik erwarten werden. Ich glaube, ihr Vortrag hat manche etwas abgeschreckt, denn ihre Beschreibung des Studienfaches entsprach nicht ganz den Erwartungen aller. Auch der Fachschaftsrat stellte sich vor und nahm uns nach der Einführung mit zum Kneipenabend in der Moritzbastei. Hier konnten wir uns Erstis untereinander und die Mitglieder des Fachschaftsrat kennenlernen.

Ein Highlight: Die Stadt-Rallye

Mittwoch früh gab es dann einen Brunch für alle Soziologie-Erstis. Jeder hat was mitgebracht und so saßen wir bei leckerem Essen zusammen und haben immer mehr Kontakte geschlossen. Ein paar Kennenlernspiele haben geholfen sich die Namen etwas besser merken zu können. Ein Highlight der Woche war aber definitiv die Stadt-Rallye am Donnerstag. Mit einer Gruppe aus KMWlern und Soziologen haben wir Leipzig erkundet und verschiedene Aufgaben erledigt. Ich kannte bis dahin nur Reudnitz, weil ich erst 6 Tage lang in Leipzig gewohnt hab, und hab dadurch ziemlich viele andere Stadtteile kennengelernt. Das Flunkyball-Turnier im Clara-Zetkin-Park sorgte als erste Station schon für gute Stimmung, auch wenn ich mir in meinem Übermut mit einer Bierflasche ein Stück von meinem Zahn raus gehauen habe, und deshalb am Freitag 4 Stunden im Wartezimmer vom Zahnarzt verbringen musste.

Stadt-Rallye-Teilnehmer*innen vor Bach-Denkmal

Foto: Teilnehmer*innen.

Stadt-Rallye-Teilnehmer*innen vor Bach-Denkmal

Nach der Ersti-Woche war ich zwar wirklich sehr erschöpft weil wir die meisten der Ersti-Partys mitgenommen haben, aber es hat sich gelohnt! Ich hatte viele nette Leute kennengelernt, konnte mir schon etwas besser vorstellen, was mich in meinem Studium erwartet, und ich wusste das 60 Meter von meiner Wohnung ein guter Zahnarzt ist.

Entspannen bei der Soziologie der Sozialen Sicherheit

In der ersten Uni-Woche wurde dann alles etwas konkreter. Die ersten Vorlesungen, Übungen sowie mein Spanisch-Kurs begannen. Die „Grundzüge der Soziologie“-Vorlesung von Herrn Mühler fand ich super interessant. auch wenn ich etwas überfordert damit war, gleichzeitig zuzuhören, mitzuschreiben, die Folien zu lesen und meine Wasserflasche, mein Etui, mein Handy und meinen Block auf der schmalen Ablage und dem Ablagetisch unterzubringen. Andere Vorlesungen wie die zu Statistik oder Methoden handelten eher vom Organisatorischen. Ich war erleichtert zu hören, dass die Klausur in Statistik erst nach dem 2. Semester kommt und zeitgleich erschrocken zu hören, dass wir dann alle zwei Wochen ein Übungsblatt als Prüfungsvorleistung abgeben müssen. Besonders interessiert, hat mich die Vorlesung zum speziellen Schwerpunkt „Soziologie der sozialen Sicherheit“. Frau Metze hatte es vorher als ein Fach zum „baumeln lassen und entspannen“ beschrieben und tatsächlich konnte ich hier besonders gut folgen und mitschreiben.

Was ich sonst noch gelernt habe

Außerdem hab ich in den ersten Uni-Wochen gelernt:
... dass um 13 Uhr in der Mensa essen gehen keine gute Idee ist,

... dass man am Samstagabend NICHT den Ausgang zum Campus nehmen soll, weil man da sonst eingesperrt ist und auch nicht wieder zurück ins Gebäude kommt,

... und dass man die Mensakarte direkt nach dem Bezahlen wieder ins Portemonnaie steckt, wenn man nicht will, dass sie mit dem Geschirr in der Küche landet.

Helena Schmidt

 
26.11.2014 - 14:17
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