Pegida-Zählung ergibt maximal 7000 Teilnehmer

Speakers Corner

Pegida-Zählung ergibt maximal 7000 Teilnehmer

Wir begleiten weiterhin die aktuellen Protest-Kundgebungen. Am Montag, den 16. März 2015 waren wir in Dresden um die Teilnehmer_innen der PEGIDA-Demos zu zählen.

Foto: FSR Soziologie

Pegida-Demo am 16.03.15 in Dresden
Pegida-Demo am 16.03.15 in Dresden

Ein Zählteam des FSR Sozio und des Instituts für Soziologie ist am Montag, den 16. März 2015 nach Dresden gefahren, um dort die 19. Pegida Demonstration zu zählen, welche das Vorbild für Legida und einige andere Bewegungen ist. Wir haben wie schon in den letzten 2 Monaten unsere gut bewährten Zählmethoden eingesetzt: die Klicker-, Foto- und Videomethode.

Für die Klickermethode wurden sowohl die Reihenanzahl, als auch die Reihenbreite des Demonstrationszugs geschätzt und daraufhin miteinander multipliziert. Diese eher grobe Schätzung lieferte ein Ergebnis von 5500 bis 6900.

Für die zweite Zählmethode wurde von einem erhöhten Punkt aus ein Foto der Kundgebung auf dem Altmarkt gemacht, über das dann am Computer ein Raster gelegt wird. Daraufhin werden stichprobenhaft mehrere Quadrate des Rasters ausgezählt und diese Zahl daraufhin mit der Gesamtanzahl von Quadraten multipliziert. Diese Technik lieferte ein Ergebnis von etwa 5886 Demonstrationsteilnehmern.

Zu guter Letzt haben wir ein Video des Zuges gemacht, das daraufhin mit der Hilfe von Klickern komplett ausgezählt wurde. Dabei kamen wir auf eine Teilnehmerzahl von etwa 5.530.

Eine detaillierte Beschreibung der Methoden findet sich auch in früheren Berichten.

Die Kombination der Ergebnisse der verschiedenen Methoden ergab, dass an dem „Spaziergang“ mindestens 5500 und höchstens 7000 Personen teilgenommen haben. Da die Foto- und Videomethode im Vergleich zu der Klickermethode um einiges genauer und zuverlässiger ist, kann man davon ausgehen, dass die wahre Teilnehmerzahl sehr wahrscheinlich im Bereich um 6000 liegt und die Obergrenze von 7000 eher zu hoch gesetzt ist. Die Angabe von Intervallen berücksichtigt die beiden Tatsachen, dass die Angabe einer Punktschätzung alleine eine falsche Genauigkeit suggeriert und es aufgrund von kleineren Zu- und Abflüssen während des Demonstrationsgeschehens nicht die eine Zahl geben kann.

 

Nachtrag 19.03.2015: Aufgrund von Nachfragen, hier das ausgewertete Bild in hoher Auflösung.