Landesweite Demo am 25.06.2014 ab 13 Uhr in Leipzig

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Kürzer geht’s nicht ist das Motto der aktuellen Proteste, warum? Lest selbst im nachfolgenden Solidaritätsaufruf des Arbeitskreis gegen Kürzungen!

Aktuelle News findet ihr bei Facebook unter „Kürzer geht’s nicht“

oder auf unserem Blog: http://kuerzung.wordpress.com

 

Solidaritätsaufruf – Arbeitskreis gegen Kürzungen

Keine Stellenkürzungen an Hochschulen: Für den vollen Erhalt aller Institute in Leipzig!

Aktuelle Situation
Jahr für Jahr studieren mehr Menschen in Sachsen, dennoch setzt die CDU/FDP-geführte Landesregierung ihre Kürzungspolitik an den Hochschulen fort. So schlug das Rektorat der Universität Leipzig zur Umsetzung der Zuschussvereinbarung dem Wissenschaftsministerium (SMWK) gravierende Einschnitte in der Theaterwissenschaft, der Archäologie und der physikalischen Chemie vor; außerdem stehen zwölf Azubi- Stellen zur Diskussion. Dadurch ist das einzige Institut für Theaterwissenschaft in den neuen Bundesländern und das einzige Institut für Klassische Archäologie in Sachsen akut von einer Schließung bedroht. Die Zukunft weiterer Institute, vor allem der Pharmazie, Romanistik und Slawistik, bleibt ungewiss.
Mit den drohenden Institutsschließungen stehen auch die zugehörigen – teils von mehreren Instituten getragenen – Studiengänge vor dem Aus.
Und ein Ende des Kürzungswahns ist noch lange nicht in Sicht: In den Haushaltbeschlüssen des Sächsischen Landtags seit 2010 ist bis 2020 ein Abbau von 1.042 Stellen („Vollzeitäquivalente“) an den Hochschulen vorgesehen. Die Wissenschaftsregion Leipzig trägt über 40% der Streichungen von 2011 bis 2016. Jährlich wurden dabei unter dem Deckmantel von „Profilschärfung“ und regionalen „Synergie-Effekten“ 24 Stellen abgebaut. Unter Beibehaltung der Zielsetzung wird sich dies ab dem Jahr 2016 noch weiter zuspitzen.
Bereits jetzt ist der Fortbestand vieler Institute und sogar ganzer Fakultäten unsicher, Studiengänge werden abgeschafft und die Qualität der Lehre weiter eingeschränkt. Der viel beworbene Status der Universität Leipzig als traditionelle Volluniversität kann so nicht erhalten werden. Im Zuge der Einsparungen gibt es auch eine starke Zunahme von prekären Beschäftigungsverhältnissen, so werden beispielsweise Verträge nur kurzzeitig ausgestellt und sind befristet.

Warum Kürzungen?
Kürzungen sind eine politische Frage. Nicht nur widersprechen sie der ständig steigenden Anzahl von Studienanfänger_innen in Sachsen, sie sind dabei ein wichtiger Teil der scheinbaren Krisenbewältigung und des dadurch selbstauferlegten Sparzwangs. Die im Grundgesetz festgeschriebene Schuldenbremse, die unter anderem auch in der sächsischen Verfassung verankert wurde, verordnet den öffentlichen Haushalten ein Verbot neuer Schulden – auch auf Landesebene. Für die somit alternativlosen Einsparungen werden massiv Kürzungen im Sozial- und Kulturbereich und
insbesondere in der Bildung vorgenommen. An den Hochschulen fallen unter dem Druck von wirtschaftlicher Verwertbarkeit insbesondere die Sozial- und Geisteswissenschaften dem Spardiktat zum Opfer. Diese sind jedoch keineswegs ein entbehrlicher Luxus, sondern grundlegend für die gesellschaftliche Entwicklung und unverzichtbarer Bestandteil eines demokratischen Gemeinwesens.
Wir lehnen jegliche Kürzungen ab. Bildung und Wissenschaft müssen endlich bedarfsgerecht durch staatliche Mittel finanziert werden.

Wir fordern deshalb:
→das sofortige Aussetzen und die Zurücknahme aller Kürzungspläne:
→Alle Institute sollen vollumfänglich erhalten bleiben!
→die Ausfinanzierung der Bildungseinrichtungen durch staatliche Mittel!
→Schluss mit der Ökonomisierung der Bildung und anderer Lebensbereiche! Bildung ist keine Ware!
→Schluss mit prekären Beschäftigungsverhältnissen!
Aus diesen Gründen rufen wir alle Student_innen, Lehrer_innen, Schüler_innen, Verbände und jede_n Einzelne_n dazu auf, sich mit den betroffenen Instituten zu solidarisieren und sich dem gemeinsamen Protest gegen die Kürzungen in der Bildung anzuschließen!

 

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13.05.2014 - 22:11

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