PM Umgang der Universität mit sexueller Gewalt

PM Umgang der Universität mit sexueller Gewalt

Am 18.06.2019 berichtete die LVZ über den mangelhaften Umgang der Universität Leipzig mit Fällen sexueller und sexualisierter Gewalt. Zwei ehemalige Studentinnen hatten sich im vergangenen Jahr mehrfach an den Leiter des Gleichstellungsbüros, Georg Teichert, gewandt – und keine Antwort erhalten.

In dem Artikel der LVZ wird geschildert, wie zwei ehemalige Austauschstudentinnen der Universität Leipzig Belästigungen durch einen Dozenten ausgesetzt waren und sich im vergangenen Jahr  entschlossen, die Universität darüber zu informieren. Auf mehrere E-Mails erhielten die beiden Frauen keine Antwort. Darüber hinaus beklagten sie gegenüber der LVZ, dass es überhaupt sehr schwierig sei, eine geeignete Ansprechperson an der Universität zu ermitteln. Die entsprechenden Informationen seien auf der Homepage nur sehr „versteckt“ bzw. lückenhaft. Wir als Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des Student_innenRats können diesen Eindruck nur bestätigen. Michael Schiefelbein, Referent des RGL äußert sich dazu: „Es bleibt anzunehmen, dass zwischen der mangelhaften Informationsinfrastruktur der Universität und der nach eigener Aussage nur geringen Anzahl an Fällen, die sich in den letzten Jahren an den Gleichstellungsbeauftragten Georg Teichert gewandt haben, ein Zusammenhang besteht.“ Beccs Runge, Referent_in des RGL, ergänzt: „Es wandten sich im letzten Jahr zahlreiche Student_innen an uns, wenn sie Ziel sexueller oder sexualisierter Gewalt auf dem Campus geworden waren – in manchen Monaten allein fünf bis zehn Personen.“

Wir als Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik fordern daher die Universitätsleitung auf, Konsequenzen zu ziehen und in Zusammenarbeit mit Gleichstellungsbüro und Student_innenRat schnell und nachhaltig Lösungen zu finden, um Hilfesuchende zukünftig nicht mehr allein zu lassen. Wir fordern eine bessere Informationspolitik auf den Homepages der Universität und des Gleichstellungsbüros, sowie eine permanente Beratungsstelle für Menschen, die Ziel von sexueller oder sexualisierter Gewalt geworden sind.

Die Sprechstunde des Referats für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik findet Donnerstags von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt.

Die PM gibt es hier auch als PDF.

 
28.06.2019 - 13:03

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