Rechtsextremer Kampfsportverein an der Uni Leipzig

Rechtsextremer Kampfsportverein an der Uni Leipzig

Der rechtsradikale Sportverein ‚Imperium Fight Team‘ hat in den vergangenen Monaten die Trainingseinrichtungen der Universität Leipzig genutzt und dies öffentlich gemacht [Instagram_1]. Während ganz Deutschland mit Entsetzen nach Chemnitz und Köthen blickt, bröckelt auch in Leipzig der Anstrich von Weltoffenheit und Toleranz.

 

Das ‚Imperium Fight Team‘ veröffentlichte am vergangenen Sonntag erneut ein Foto vom Training am Sportcampus der Universität Leipzig – ein deutliches Zeichen, wie ungestört in Leipzig Räume der Bildungseinrichtung von rechts übernommen werden können [Instagram_2]. Auf einen offenen Brief des Student_innenRates (StuRa) an die Universitätsleitung und den Sport Dekan hat bisher nur der Sport Dekan reagiert. Er sei nicht zuständig.

 

Es ist ja nicht einfach so, dass parallel zu den Rechtsradikalen die in Chemnitz auf die Straße gehen an der Leipziger Universität Nazis trainieren. Vielmehr sind es genau die selben Nazis, die nach Chemnitz mobilisieren um Ausländer und Journalisten durch die Stadt zu jagen und sich anschließend seelenruhig am Sonntag auf dem Sportcampus zum Sprint Training treffen.“, Mathilda Blum, Beauftragte für Antifaschismus beim StuRa, ist angesichts der passiven Haltung der Universitätsleitung schockiert. Bereits zu den sogenannten „Schweigemärschen in Chemnitz“ hatte der Verein gemeinsam mit der neonazistischen Partei ‚Der III. Weg‘, Pegida und der ‚Identitären Bewegung‘ mobilisiert – dazu riefen sie über ihre Facebook Seite auf sie dort zu treffe [Facebook]. Wie die zahlreichen Videoaufnahmen aus Chemnitz zeigen, haben die Trainingseinheiten vor Ort praktische Anwendung auf der Straße gefunden.

 

Während die Universitätsleitung den Rechten nicht zu begegnen weiß, regt sich in der Studierendenschaft Widerstand – Proteste sind angekündigt. Wir, die Studierenden, werden ein klares Zeichen gegen jegliche Raumübernahme von Rechtsextremen setzen. Allerdings wollen wir damit nicht das Aushängeschild der Universität für Weltoffenheit und Toleranz sein: hier liegt es ganz klar an den Verantwortlichen Farbe zu bekennen und sich nicht nur mit dem Protest der Studierenden zu schmücken!“, so Blum.

 

Ob die Universitätsleitung den Forderungen nach einem konsequent durchgesetzten Hausverbot nachkommen wird bleibt vorerst unklar, die StuRa Beauftragte besteht darauf.

Für weitere Kontaktanfragen:

Mathilda Blum

Beauftragte für Antifaschismus

Universitätsstraße 1, 04109 Leipzig

E-Mail: antifa@stura.uni-leipzig.de

Tel.: 0341 – 97 37 862

 
02.07.2018 - 15:11

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