Rückblick: Infoveranstaltung am 27.10.2015

Rückblick: Infoveranstaltung am 27.10.2015

Am Dienstag, d. 27.10.2015 fand im Audimax die zweite Informationsveranstaltung des Student_innenRates über die Möglichkeiten der Unterstützung von Refugees statt. Ca. 450 Studierende folgten der Einladung

Nach einer kurzen Begrüßung seitens der Moderatorin Franziska Koop begrüßte Prodekan Prof. Dr. Thomas Lenk die Studierende im Namen des Rektorats und des verhinderten Beauftragten für Geflüchtete, Prof. Dr. em. Wolfgang Fitzl, und zeigte sich mit der Resonanz der bisher erfolgten Unterstützungsbereitschaft der Studierenden sehr zufrieden. Den Rahmen seiner kurzen, aber pointionierten Rede bildete die gemeinsame Erklärung sämtlicher Rektor_innen der Leipziger Universitäten “Leipziger Hochschulen für Offenheit und Toleranz” vom Januar, womit diese sich explizit gegen die rassistischen Legida Aufmärsche positionierten. Johanna Nold vom Unibündis “Legida? Läuft nicht” griff diese Gedanken auf und erläuterte eindringlich warum es wichtig ist, besonders am 09.November, dem Jahrestag der sogenannten “Reichspogromnacht”, gegen Legida und deren rassistisches und nationalrevisionistisches Gedankengut auf die Straße zu gehen.
Eine zentrale Frage, die von den verschiedenen Referent_innen immer wieder aufgegriffen wurde lautete, was eigentlich der medial weit verbreitete Terminus “Willkommenskultur” heißt. “Willkommenskultur bedeutet vor allem Dingen, Geflüchtete als politische Subjekte wahrzunehmen”, so der Referent für Antirassismus des StuRas, Marcus Adler. “Bei sämtlichen Angeboten sollen die Bedürfnisse der Geflüchteten und nicht die Angebotswünsche der Helfer_innen im Zentrum der Bemühungen stehen” ergänzte Simon Feldkamp vom AK Ehrenamtlichenkoordination. Auch Olivia Krusche und Nömi Vollmer vom AK Sport und Spiel erläuterten anhand ihrer bisher gemachten Erfahrungen wie anhand sportlicher vielfältiger Betätigung eine partizipative Willkommenskultur gefördert werden kann.

Aber nicht nur sportliche, sondern auch kulturelle Programmpunkte sollen den Refugees zugänglich gemacht werden. Johannes Wünsch, Leiter des AK Kultur erläuterte die verschiedenen Projekte, die bis jetzt in diesem Themenfeld durchgeführt wurden sowie die Schwierigkeiten, die eine faire Koordination von den zahlreichen Freikartenangeboten nach sich zieht.

Neben den Arbeitskreisen des Student_innenRates existieren bereits schon an der Universität viele verschiedene Projekte, die sich mit der Partizipation von Geflüchteten in die Gesellschaft auseinandersetzen. Vor allem sprachliche Barrieren stellen des Öfteren ein Hindernis dar. Deshalb konzipiert das Herder-Institut unter der Vorherrschaft von Prof. Dr. Claus Altmayer einen Crash-Kurs für interessierte Sprachlehrer_innen, wo diese in kürzester Zeit Skills für das Lehren und Weitervermitteln von Sprachkenntnissen erwerben können. Wie sensibel der Bereich Sprache bei der Arbeit mit Refugees tatsächlich ist stellte Ali, der als Sprachmittler in verschiedenen Erstaufnahmeeinrichtungen tätig ist und selbst erst vor fünf Jahren aus Syrien nach Deutschland kam anhand seiner Erfahrungen vor.
Um die Vermittlung von Wissen geht es auch bei den Projekten, die unter Prof. Dr. Kerstin Popp von der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät iniitiert wurden.  Hier haben Studierende die Möglichkeit vor allem unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten Nachhilfeunterricht zu geben um sie auf den Schulalltag vorzubereiten.

Zum Schluss bekamen die interessierten Zuhörer_innen noch die Möglichkeit, auf der Vorstellungsstraße mit den einzelnen Verantwortlichen der Arbeitskreise sowie der Spendenzentrale und der Refugee Law Clinic in persönlichen Kontakt zu treten. Wir wollen uns hiermit nochmal bei allen Initiaitven bedanken, die uns zahlreiches Infomaterial zur Verfügung gestellt und die Vorstellungsstraße abwechslungsreich mitgestaltet haben. Ebenfalls bedanken wir uns bei Herrn Prof. Dr. Claus Altmayer vom Herder Institut und Frau Prof. Dr. Kerstin Popp von der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät für die kurzweiligen Inputs. Last but not least wollen wir uns natürlich auch bei allen anwesenden Student_innen herzlich für ihr Kommen bedanken. Wir würden uns sehr darüber freuen, Euch zahlreich in den verschiedenen Arbeitskreisen des StuRas wieder zu sehen.

 
03.11.2015 - 18:16

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